Strategie im Mittelstand

In dieser Phase der Strategie-Entwicklung eignen sich für die Positionierung des eigenen Unternehmens im Markt und der Analyse der Kernkompetenzen die folgenden Controlling- und Management-Instrumente:

  • das Unternehmensleitbild (Mission Statement),
  • die Zukunftsvision (Vision Statement) und
  • der Wertekatalog (Value Statement),
  • die SWOT-Analyse und
  • das Shareholder-Value-Management .

Strategie Entwicklung – 2. Ziele und Maßnahmen

Im zweiten Schritt einer Strategie werden aus Vision und Werten konkrete strategische Themen, Ziele und Maßnahmen herausgearbeitet.

Der Unternehmer legt fest, welche Vorgaben zukünftig den Handlungsrahmen bestimmen und nennt konkrete Maßnahmen.

Oft ist hierfür die Analyse der Ist-Situation notwendig, um langfristig angelegte Inititativen für alle Bereiche des Unternehmens definieren zu können.

Als Werkzeuge zur Erarbeitung dieser nächsten Schritte eignen sich …

  • die Strategy Map,
  • die Balanced Scorecard sowie
  • die Aufstellung eines Strategie-Budgets.

Strategie Entwicklung – 3. Kennzahlen und Umsetzung

Die dritte Phase stellt die Überleitung von der Strategie zum operativen Geschäft dar.

Welche kurzfristigen Ziele kennzeichnen den Weg zum nachhaltigen Unternehmenserfolg?
An welchen Fragestellungen und Kennzahlen lässt sich der Zwischenerfolg und die Einhaltung des Weges erkennen?

Im Rahmen dieser Phase werden Prozesse verbessert und beschleunigt, Absatzpläne entwickelt, unternehmerische Ressourcen ermittelt und Finanzpläne aufgestellt, die diese Maßnahmenkataloge und ihre Auswirkungen in der Wirtschaftlichkeitsrechnung darstellen.

Die Umsetzung und Messbarkeit der entwickelten Maßnahmen ist der wesentliche Bestandteil der Phase und bestimmt das Tagesgeschäft in wesentlichen Teilen.

Als Management-Instrumente eignen sich für diese bedeutsame Zeit der Strategie-Entwicklung folgende Werkzeuge:

  • das Qualitäts-, Prozess- und Projektmanagement,
  • Umstrukturierungen von Hierachien und Organisation,
  • Prozess-Informationssysteme,
  • rollierende Planung,
  • Activity-Based Costing,
  • Ressourcenplanung und
  • die dynamische Finanzplanung.

Strategie Planung – 4. Messen und Interpretieren

Die vierte Phase der strategischen Maßnahmen ist gekennzeichnet durch die Messung der eingeleiteten Maßnahmen und die Interpretation der ermittelten Kennzahlen.

Sind die Zwischen-Ziele erreicht?
Welche Maßnahmen haben gewirkt, welche nicht?
Sind Anpassungen notwendig?
Sind die gewählten Kennzahlen noch aussagekräftig, stellen sie die Ziele noch ausreichend dar?

Ein regelmäßiges Berichtswesen, als Management-Letter oder Berichts-Cockpit fasst die KPI´s (Key Performance Indicators) zusammen und stellt die aktuellen Werte den geplanten Daten gegenüber. Eine monatliche Plan-Ist-Analyse auf Basis der kurzfristigen Erfolgsrechnung (BWA) ist der Mindeststandard für dieses Reporting.

Welche Kennzahlen für das Unternehmen geeignet sind, ist abhängig von Branche, Größe und Struktur.

Die wesentlichen Unternehmensbereiche sollten jedoch stets im Detail ausgewertet und regelmäßig auf Abweichungen analysiert werden:

  • Leistung und Produktivität,
  • Logistik und Material
  • Prozesse und Personal
  • Verkauf und Kunden
  • Rendite und Cashflow

Strategie Planung – 5. Anpassung der Strategie

Nicht nur die innerbetrieblichen Kennzahlen sind dabei von Bedeutung.

Auch Änderungen des Marktumfeldes und der Wettbewerbssituation haben Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens.

Aus diesem Grund ist die strategische Ausrichtung regelmäßig zu überprüfen und im Bedarfsfall anzupassen.

Bei weiter entwicklelten Unternehmenszielen, Anregungen aus dem Unternehmens, falschen Annahmen oder geänderten Markt- und Umweltbedingungen sind neue Ziele, geeignete Maßnahmen und treffenden Kennzahlen zu definieren.

Fazit der Strategie Entwicklung im Mittelstand

Sie ist die Voraussetzung für geplantes Wachstum und nachhaltigen Erfolg.

Durch laufende Erfolgskontrolle und Anpassung von Zielen und Maßnahmen sorgen Sie als Unternehmer für kontinuierliche Entwicklung und Optimierung.

 

Diese Reihe von Beiträgen zu Unternehmens-Strategie, Planung, Controlling, Rechnungswesen und Finanzen wird fortgesetzt.

Uwe Twachtmann
HH-Rahlstedt, im August 2015

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