Liquidität verbessern durch Ist-Versteuerung

Liquidität verbessern ist mit sehr einfachen Maßnahmen möglich.

Denn gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen reichen die Bankguthaben zum Monatswechsel nicht immer für alle fälligen Zahlungen wie zum Beispiel Gehälter, Krankenkasse und Mieten.

Liquidität verbessern

Liquidität verbessern, Kontostände erhöhen

Liquidität sichern – zahlungsfähig bleiben

Wenn Sie  als mittelständisches Unternehmen Ihre Umsätze vor allen Dingen mit Großkunden mit langen Zahlungsfristen erzielen, belasten die Zahlung der Umsatzsteuer zum 10. des Folgemonats Ihr Bankkonto sehr stark.

Denn als Soll-Versteuerer müssen Sie die Umsatzsteuer bereits an das Finanzamt abführen, wenn Sie die Rechnung schreiben.

Und das, obwohl Ihr Kunde die Rechnung inklusive der Umsatzsteuern noch nicht überwiesen hat.

Liquidität verbessern durch Ist-Versteuerung

Ein möglicher Ausweg ist der Wechsel zur Ist-Versteuerung.

In diesem Fall müssen Sie die ausgewiesene Umsatzsteuer aus Kundenrechnungen erst an das Finanzamt abführen, wenn die Rechnung tatsächlich bezahlt wurde.

Wenn Sie als Einzelunternehmer oder Freiberufler Ihren Gewinn durch eine Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, nutzen Sie diese Möglichkeit vielleicht sogar schon.

Liquidität verbessern | auch möglich bei Bilanzpflicht

Aber auch wenn Sie buchführungspflichtig sind und eine Bilanz und GuV erstellen müssen, können Sie die Ist-Versteuerung bei Ihrem Finanzamt beantragen.

Ein Musterschreiben für Ihren Antrag finden Sie hier.

Voraussetzung dafür ist, dass Sie im letzten Jahr nicht mehr als 500.000 Euro Umsatz (netto) erzielt haben.

Die Genehmigung des Finanzamtes gilt dann, solange Sie diese Umsatzgrenze nicht überschreiten.

Nicht eingerechnet werden hierbei umsatzsteuerfreie Umsätze, wie zum Beispiel aus Unterricht, Versicherung oder Vermietung.

 

TIPP: Eine weitere Möglichkeit Liquidität einzusparen, ist auf die Dauerfristverlängerung zu verzichten.

Prüfen Sie, ob Sie die monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung durch organisatorische Maßnahmen bis zum 10. des Folgemonats abgeben können.

Das erspart Ihnen die Vorauszahlung von 1/11 der Jahressteuer im Februar.

Mit einer Liquiditäts-Planung können Sie den konkreten Vorteil der ersparten Überziehungszinsen berechnen.

 

Die Beitragsreihe zu Themen aus Controlling, Führung, Organisation, Finanzierung, Buchführung und Steuern wird laufend fortgesetzt.

Uwe Twachtmann
Hamburg-Rahlstedt, im Oktober 2015